Freitag, 21. Dezember 2018

Osmand

Es gibt in letzter Zeit regelmäßige Aufrufe meiner Seite aus den Niederlanden. Sollten das etwa die Leute von Osmand sein? Nun mir wird noch was zu Osmand einfallen, z. B. wie man damit zurecht kommt, wenn man es als Karte verwendet.
Auch in Russland scheine ich Fans zu haben. Da Thomas seinen Beruf, soweit ich weiß, nicht an den Nagel gehängt hat, muss er längstens von seiner Tour zurück sein.
Bei Russland fällt mir ein:  Meine ehemalige Mitarbeiterein Heike N. alias Charlotte ist auf ihrer Radreise kreuz und quer über die Erde auch durch die Mongolei geradelt. Ihre Bilder von dort, besonders die von Oma, finde ich toll. Schaut sie euch an!

Sonntag, 11. November 2018

Nachlese

"Es fehlt etwas." meinte Rosa, nachdem sie "Ende" gelesen hatte. Was denn? "Na deine Veränderung durch die Reise."

Erst das Einfache:
Dänemark ist das Land der Radler, Norwegen das Land der grandiosen Landschaft, Schweden das Land der Flüsse und Seen, Deutschland das Land der fantastischen Fachwerkstädte.In allen Ländern wird Landschaft durch Industrie und Verkehr zerstört. Norwegen und Schweden haben das Glück, dass sie so groß sind. Da fällt es nicht auf. Aber die großen Städte wie Oslo, Trondheim, Helsingborg und Kopenhagen stehen, was Hässlichkeit, Kälte und Landschaftsverbrauch der Vorstädte angeht, den deutschen nicht nach. Der entscheidende Unterschied ist die viel dichtere Besiedelung Deutschlands: nur deshalb fährt man hier von einer Suburb in die nächste. In der Begrenzung des privaten KFZ-Verkehrs sind Norwegen und Dänemark konsequent, während Deutschland immer noch die freie Fahrt für freie Bürger hoch hält.

Das sind Beobachtungen, die mich sehr beschäftigen. Und sonst?

Dann das Schwierige:
Ich war schon viele Tage zuhause angekommen, als mir klar wurde: ich war ein Vierteljahr nahezu vollständig im Freien, Tag und Nacht. Das hat mich glücklich gemacht. Die Fülle an Licht spielt dabei eine große Rolle. Das weiß ich von den Bergwanderungen, besonders bei Sonne und Schnee.

Ich bin süchtig nach dem süßen Nichtstun geworden. Die Morgen- und Abendstunden vor dem Zelt erlebe ich immer noch jeden Tag neu: die Ruhe und der Frieden, der in mir entsteht, wenn ich einfach nur da sitze. All die Aufgeregtheiten, die per Post, Radio und Internet auf mich einstürmen: brauche ich sie? Was wollen die Absender von mir? Ist das wirklich nötig? Warum diese Aufgeregtheiten? Macht mich das "besinnungslos"?

Mehr denn jeh stellt sich mir nach der Reise  die Frage: Was macht mich glücklich? Johan Turi beschreibt das Leben der Samen Ende des 19.Jahrhundets1). Das war für uns unvorstellbar hart und entbehrungsreich. Trotzdem wollten die Samen ihre Art zu leben nicht ändern. Offenbar waren sie glücklich damit. Heute brauchen auch sie Arctic cat, Fernseher, Radio etc2). Sind sie deshalb glücklicher?

Schon im einsamen Binntal habe ich gelernt, dass die Tafel Schokolade und und das Glas Wein am Abend das widernatürliche Leben in unserer Zivilisation kompensiert. Wir leiden unter der Entfremdung. Ständig im Freien zu sein, sich viel zu bewegen, mit der Sonne ins Bett zu gehen und auch wieder aufzustehen macht so glücklich, dass ich keine Schokolade und kein Glas Wein brauche. Das einfache Essen und der Pulverkaffee sind Köstlichkeiten. Das war auf dieser Tour genau so wie im Binntal. Auf dem Rad habe ich mich außerdem noch freier gefühlt als in den Bergen. Und diese Freiheit macht mich süchtig nach dem Radeln.

Rosa meinte schon immer, ich sei ein Minimalist. Nach der Tour bin ich mir noch sicherer, dass all das, was man in unserer Gesellschaft meint für sein Glück zu brauchen, meinem Glück eher im Wege steht als es zu fördern. Das einfache Leben macht glücklich. Wie Rosas Oma sagt: Nicht das Einkommen sondern das Auskommen ist entscheidend.


1) Juhan Turi: "Erzählung von dem Leben der Lappen"  1910 Herausgegeben von Emilie Demant, aus dem Dänischen überstezt von Mathilde Mann, Klett-Cotta Stuttgart/Otava Helsinki 1982

2)Peter Ramseier "näkkälä" Dokumentarfilm, DVD 88 min, T&C Film AG 2005, 26 €
An der Straße nach Näkkälä habe ich eine Nacht gezeltet.

Montag, 24. September 2018

Ende

Nach Schlüchtern habe ich es laufen lassen. An den Orten im Rhein-Main-Gebiet fährt man auch besser schnell vorbei. Bis Pfungstadt hat mich Osmand noch gut geleitet. 2 km vor dem letzten Zeltplatz an einem ausgedieten Baggersee war aller Strom weg und ich musste den Weg in der Dämmerung blind finden. Wie so oft in den letzten Tagen war der Baggersee ein Anglerparadies und es saßen auch zwei die ganze Nacht dort. Deshalb fiel das baden aus. Rosa hat den Zweitagesdreck ertragen.

Die Energieversorgung hat sich trotz anderthalbstündigem Besuch im Cafe nicht erholt und ich musste B3 fahren, um mir allzu viele und lange Umwege zu ersparen.

Der Bund hat zwar eine vollmundige Fahrradseite aber die Wirklichkeit an der B3 ist ernüchternd. Einen Weg wie den Weserradweg gibt es hier nicht.

Ihr merkt, dass ich, übrigens wie immer, die Seiten nachgetragen habe. In Karlsruhe bin ich am 02.09.2018 um 17:30 angekommen. Zwei Wochen früher als geplant. Aber für weitere Abenteuer muss ich Rosa beweisen, dass auf mein Timing verlass ist.
Ich bin noch einige Tage dort geblieben und dann mit dem Rad nach Mörzheim gefahren.

Mittlerweile ist auch klar, dass ich mit dem Rad in der 2. Februarhälfte 2019 nach Mallorca aufbrechen und dort mit Rosa  und einem  befreundeten Paar eine Woche verbringen werde. Wie ich danach weiter fahre ist noch unklar. Es ist Frühjahr und ich wollte eigentlich den Garten an meinem Haus bestellen. Das ist mal wieder ein echter Zielkonflikt. Die Fahrt wird spannend. Es ist mit Frost, Schnee und Regen zu rechnen. Mein -18°C Schlafsack wird endlich mal gebraucht. Hinzus knappe 1300 km und 4000 hm, für einen Nordkapper also läppisch. Mal sehen.

Was ihr vielleicht nicht gemerkt habt
  • der Post "Kopenhagen Radwege" ist veröffentlicht.
  • Die Zeltplätze sind etwas weiter gedieen und werden auch noch vervollständigt
  • Die Erfahrungen mit dem Zelt sind beschrieben. Bilder werden nachgetragen. 
  • Die Korbach-Seite ist da. 
Es wird in der nächsten Zeit noch geben:
  • Erfahrung mit der elektronischen Hardware
  • Erfahrung mit Ostmand
  • Radwege
  • noch ein paar Gullydeckel
  • vielleicht auch Stadtplanung . Bei diesem Thema bin ich immer hin und her gerissen, ob oder ob nicht.

Weser & Fulda

Da ich früher als geplant meine Besuche in Norddeutschland abgeschlossen hatte, gönnte ich mir den Umweg über den Weser- und Fuldaradweg. Das war eine überraschend gute Entscheidung.

Zum Einen erwiesen sich diese Radwege als hervorragend ausgebaut und ausgeschildert. Navigation war unnötig. Gute Augen und etwas Aufmerksamkeit reichten um zügig über den meist glatten Asphalt zu fahren. Hinzu kamen etliche Schutzhütten, in oder neben denen ich komfortabel übernachten konnte. Es war reines Genussradeln.

Zum Anderen lernte ich wieder ein neues Stück Deutschland kennen. Auf der Fahrt nach Norden hatte mich schon Korbach begeistert. Die Städte entlang der Weser stehen dieser kaum nach. Ich war platt und begeistert. Die Häuser des Nordens sind schnuckelig, die Städte haben Charakter. Aber so was wie Hameln, Rotenburg, Hannoversch Münden gibt es im Norden nicht.

Meine Schwärmerei bezieht sich nur auf die alten Stadtkerne. Die Jahresringe außenrum sind das Durcheinader des 20. und 21. Jahrhunderts und teilweise alles andere als idyllisch oder stimmig.

Rinteln. Der Name war mir bekannt, aber nicht, dass es ein so hübsches Städtchen ist. Auch hier haben verschiedene Epochen Bauwerke hinterlassen. Ab und zu sieht man auch unpassende Sanierungen, wie hier z. B. die unvermeidbaren Eternitschindeln. Aber insgesamt hat Rinteln ein stimmiges Stadtbild.





Hameln ist keine reine Fachwerkstadt. Sie ist ein schönes Beispiel für Stadtgeschichte: jede Zeit hat Gebäude hinterlassen, die zusammen ein stimmiges Ensemble bilden. Mir ist in der Innenstadt keine Bausünde aufgefallen.







Einige Seitenstraßen sind in Hameln noch komplett mit Fachwerkhäusern bestanden.














In Holzminden steht dieses gelungene Beispiel eines modernen Hauses in einer Fachwerkstadt. Die Größe des Baukörpers, Dachform und Strukturierung der Fassade sind der Umgebung angepasst. Ein solcher Beitrag unserer Zeit in den alten Städten gefällt mir.


Die Altstadt von Hannoversch Münden ist erstaunlich groß. Die Größe und der Schmuck der Fachwerkhäuser zeigen, dass es immer eine reiche Stadt war.
Das Renaissance-Rathaus ist ein beachtlicher Bau.
Auch in Hannoversch Münden hat jede Epoche ihre Spuren hinterlassen. Das Stadtbild hat darunter nicht gelitten.






Das Verbrechen unserer Väter an den Juden können wir nicht rückgängig machen. Wir können es nur bedauern. Und dazu ist dieser Text am Mündener Rathaus m. E. gelungen.



Melsungen
Ich bin aus der Fachwerkorgie gar nicht mehr heraus gekommen.






Fulda hat den Ruf einer Barockstadt. Das habe ich nicht so erkannt. Hier gibt es kaum Fachwerhäuser, aber die Stadt hat trotzdem Flair. Besuchenswert!
Hinter dem Baum in der Bildmitte steht ein modernes Haus, das ebenfalls hevorragend integriert ist.



 




Hier habe ich erst beim 3.Blick gemerkt, dass das ja alles modern ist. So dominant ist die Baukörpergröße auf das Raumgefühl in der Straße. Die Fassaden rechts sind etwas eintönig. Frühere Generationen hätten das zweite Haus mindesten in der Höhe versetzt.


 






Steinau - eigentlich ein Dorf
mit einer gewaltigen Burg.

Die Handelsstraße Frankfurt Leipzig geht hier seit ewigen Zeiten durch. Zu deren "Bewachung" wurde die Burg gebaut. Der Ort folgte.

Heute ist die Handelsstraße eine Autobahn. Da wünsche ich mir zur Bewachung eine Maut-Station a la Dänemark, um den Verkehr etwas zu drosseln.










Kassel, Hanau, Darmstadt und Frankfurt sowieso: Städte, die man nicht gesehen haben muss. Bilder von den idyllischen Dörfern auf der Route und von der Tallandschaft, die sich mit zunehmender Höhe verändert. Ich könnte die Seite noch um einiges verlängern. Aber ich will euch nicht langeweilen und euch was zum entdecken übrig lassen.

Freitag, 24. August 2018

Radwege?


Die Radwege in Schleswig Holstein von Puttgarden bis Winsen/Luhe waren sehr weitgehend durchgängig und gut. Alles Schlechte wurde auf die Strecke nach Winsen konzentriert. Da kam dann  dieses Bild.

Habt ihr schon mal ein Schild gesehen

          Achtung Fahrbahnschäden
          Autofahrer bitte aussteigen und schieben!

Die Radwege waren so holprig, dass ich das Gefühl hatte, jemand raspelt an meinem Sitzfleisch. Die Straße daneben war so glatt, dass ich wie auf einem Sofa saß.

Auf einigen Abschnitten musste ich vielfach die Straßenseite queren. Ich halte das für eine bewusste Gefährdung der Radler.

Wie überall war die Straße hinsichtlich der Höhe viel besser trassiert als der Radweg und das, obwohl bekannt ist, dass Radler sehr höhenempfindlich sind.

Diese Radwege sind zum abgewöhnen des Radfahrens da und nicht zur Förderung des Radverkehrs.

Auf den 6000 km in Skandinavien wurde ich vieleicht 10x angehupt. Nichteinmal bei meinem krassen Fehlverhalten in Oslo hat der LKW-Fahrer gehupt. Er hat nur mit dem Kopf geschütelt,  zu Recht. Ich habe auf den o. beschriebenen Strecken teilweise beansprucht auf der Fahrbahn zu fahren und wurde auf einer Strecke von 50 km mind. 30x mit der Hupe auf den Radweg verwiesen.

Wenn ich das zusammendenke, dann folgt daraus, dass die Radwege für die Autofahrer und nicht für die Radler  gebaut werden. Die Radler sollen von der Straße runter, damit die Autofahrer ihrem Geschwindigkeitswahn ungehindert fröhnen können. Freie Fahrt für Freie Bürger.

Währed man in Skandinavien das Gefühl hat, als Radler gleichwertiger und gleichgeachteter Verkehrsteilnehmer zu sein, hat man in Deutschland das Gefühl, ein lästiges Übel zu sein. Die Bevorzugung des Autoverkehrs ist angesichts der CO2-Einsparambitionen ein krasser Griff daneben.


 In Dänemark wurde auf dieser Straße beidseitig ein ca 1,20 m breiter Streifen für die Radler abgetrennt. Dadurch wurde die Fahrbahn so schmal, dass zwei Autos nicht aneinander vorbei kamen ohne auf den Radweg auszuweichen. Das hat den Verkehr spürbar verlangsamt, was ich als sehr angenehm empfand. Hier wurde für den Radler und gegen den Autofahrer entschieden. Die Strecke war mind. 5 km lang.



In Kopenhagen ist der Radweg so breit wie eine Fahrbahn.

Das ist Wertschätzung des Radlers.

Dienstag, 21. August 2018

Abschied von Skandinavien

Obwohl ich schon oft 100 km und mehr gefahren bin, war ich diesmal aufgeregt. Schaffe ich es rechtzeitig auf die Fähre. Ausgedehnte Eis- und Kaffeepausen hinderten mich nicht daran, früher als geplant in Rödby Havn zu sein. Trotz internetärer Unkenrufe habe ich problemlos eingecheckt und als letzter LKW geboardet. Ich war der einzige Radler auf diesem großen Schiff.





Auf Deck standen all die Reisenden, teilweise wohlstandsgewölbt, teilweise schlank gehungert. Sie trugen schicke Kleider aus ihren großen Koffern in den Hecks überdimensionierter Autos. Dazwischen ich, der sonderbare Exot, schlank gefressen in Kleidern aus meiner 20-Liter Radtasche, zwar frisch gewaschen, aber man sah ihnen die Reise an.

Manch kritischer Blick traf mich. Aber jeder prallte an den Punkten auf meiner MyMaps-Karte ab.

Ich kam aus der Freiheit und fuhr in das Gefängnis. In das Gefängnis schlechter Radwege, in das Gefängnis des Lärms, in das Gefängnis der Zivilisation. Die Tränen kamen aus der unbewussten Tiefe und wie alles Unbewusste, konnte ich sie  nicht verhindern.


Montag, 20. August 2018

mal wieder

zum Verfahren


ich sitze im schønen Køge in der Bib. Hier geht gar nichts. Kein Handy keine Kamera am Rechner. Auch komme ich nicht in's angeblich offene Wlan. Ich habe zwei neue Posts über Kobenhavn verfasst, die ihr nicht seht. Ich werde sie verøffentlichen, sobald das mit den Bildern kappt.

Samstag, 18. August 2018

København Stadt



Angekommen am Kongens Nytorf liesz ich mich mit dem Rad einfach treiben. Zuerst nach Norden durch den Park zum Schloss Rosenborg und die Viertel des ausgehenden 19.Jahrhunderts.











Ich landete bei den Torvehallerne und dem Israels Plads. Hier war Leben, dem ich eine Weile zusah.

























Weiter ging's in die Altstadt. Natuerlich bestieg ich den runden Turm. Begeistert haben mich auch die vielen kleinen und groszen Plætze. Die Altstadt hat Charme und Charakter.
















Eigentlich wollte ich mir die Bruecke ueber den Øresund anschauen. Ich sah sie vom runden Turm aus und dachte, solche Bruecken habe ich schon eine Menge gesehen. Da war mir der Weg zu weit, zumal man mit dem Rad sowieso nicht nah ran kann.

Aus der Stadt heraus durchfuhr ich die modernen Kløtze. Da ist es egal, ob man in Karlsruhe den Ostring oder in Muenchen entlang der Bahntrasse fæhrt: es ist ueberall gleich kalt.

Der Weg entlang der Strænde war schøn und ich erreichte den Zeltpaltz direkt neben dem Arken Museeum so rechtzeitig, dass ich noch in Ruhe meine Wæsche waschen konnte.


Arken durch die außerhalb aufgestellte Kunst gesehen
Auf das Arken-Museeum fuer moderne Kunst hatte ich mich so gefreut. Nicht bedacht und schlecht geplant hatte ich, dass es Montag und deshalb das Museeum zu war. Ich schlich drum herum, fotografierte ein wenig und spielte mit dem Handy. Durch die Kameras  aufgescheucht tauchen zwei junge Polizisten auf. Sie lachten als sie mich und mein Rad sahen und nach einem kurzen Wortwechsel waren sie schneller weg als sie kamen.
Landschaft mit Architektur



København - Rad










Den SuperFahrradHighWay habe ich nicht gefunden. Aber die Fahrt ins Stadtzentrum war ohne Navi problemlos zu finden und verlief lückenlos über sehr breite komfortable Radwege. Auch die 13 km lange Fahrt aus der Stadt heraus verlief absolut problemlos und war gut ausgeschildert. Einzig hat mich irritiert, dass zuerest der Ishøi-Radweg ausgeschildet war und spæter andere Ortsnamen auftauchten.

rechts: Radwege bekommen fast so viel Platz wie die Fahrbahnen der Kfz. Der orange unterlegte Pfeil im Vordergrund ist das Zeichen des Supercykelstie.
 
Im Nachhinein fand ich es besser, das flæchendeckende Wegenetz und seine Qualitæt anstatt einzelne Superlative zu sehen.

Sofort war klar: hier fahre ich nicht alleine. Es waren eine Menge Radler unterwegs. Auch in der Innnenstadt war ein dichter Radverkehr und das am Sonntagnachmittag.  Hier wurde, æhnlich wie in Oslo, auch øfters  mal bei rot ueber die Ampel gefahren. Insgesamt sind die Dænen aber disziplinierter.


Offensichtlich kommt es bei diesem dichten Radverkehr øfter zu Unfællen. Der dänische Radclub Dansk Cyklist Forbund hat deshalb zehn gute Tipps für Radfahrer veröffentlicht, die im Stadtverkehr unterwegs sind.


Insgesamt habe ich mich in København mit dem Rad sehr wohl und sicher gefuehlt.


Die gesamte Radwegekonzeption ist im Internet viel besser beschrieben als ich das kann. Interessierte können hier  über das allgemeine Konzept
und hier über die  supercykelstier nachschauen.

Ich muss noch nachtragen, dass die Superlative wie z. B. eine extra Brücke für Radler Bestandteil der Supercykelstier sind und da machen sie schon Sinn. Dahinter steckt ein Konzept, nämlich sichere und schnelle Radwege zu für die Radler zu schaffen, die täglich zur Arbeit fahren.

Freitag, 17. August 2018

Abschied von Schweden

Trotz kräftigem Gegenwind  war ich so früh in Helsingborg, dass ich mir ein Abschiedsessen aus dem Wok leisten konnte. Beim schlecken der Cashewkernsoße kamen die Erinnerungen. Nur oberflächlich  war Schweden langweilig. Lappland, die Seen und so manche Begegnung haben tiefe Spuren hinterlassen. Das sollte nun zu Ende sein? Es kam etwas Traurigkeit auf.

Donnerstag, 16. August 2018

Opfer

Ein Opfer habe ich euch gebracht. Gestern bin ich bis 17:15 in der Bib gewesen. Bis das Rad gepackt und Abendessen eingekauft war, war es 17:40. Da lagen noch 75 km bis zum Ziel, das mit Lemuel Floethenbeyn vereinbart war, vor mir. Die ersten 25 km bin ich in 1 h gefahren. Dann musste ich erst mal Erdnüsse nachfüllen. Mit langsam abnehmendem Tempo  ging es weiter. Am Ende führte mich Osmand für die letzten 5 km auf einen Waldweg mit weichen Sandkuhlen im Wechsel mit Kiefernwurzeln und kindskopfgroßen Steinen. Es war schon stockdunkel. Das hat mich nochmal 1 h gekostet, bis ich ziemlich fertig am Ziel ankam.